Ich fliege. Doch es fühlt sich nicht schön an. Ich fliege in einer großen Kapsel mitten im Weltraum. Hier bin ich sicher, vor der zerstörten Welt unter mir. Allerdings wäre ich lieber tot als sicher. Ich würde viel lieber für das Büßen, für das ich selbst verantwortlich bin. In der Kapsel riecht es nach Plastik. Keine einzige Pflanze befindet sich hier drin. Keine Vögel singen. Ich kann nicht viel denken, weil die stickige Luft mein Gehirn vernebelt. Es gibt ein kleines Fenster in meiner Kapsel. Ich habe Angst davor, weil es mir den Blick auf die Welt ermöglicht. Jedoch zwinge ich mich hinaus zu sehen, auf das, was einmal mein zu Hause war. Ich schäme mich sehr. Ich wollte nicht zu der Generation gehören, die es zu Ende bringt. Ich wollte nicht das Ende sein. Ich wollte nicht das zerstören, was die Menschen vor mir und die Natur aufgebaut hatten. Aber nun ist es zu spät und ich kann nichts weiter tun, als mich selbst zu hassen.
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Giulietta Winkler Nina Schickling Silja Ludwig Maya Ehlert Helena Mücke Sarah Eilers Puya Liotta Max Schnella
Ein Projekt des theater et zetera
Ich fliege. Doch es fühlt sich nicht schön an. Ich fliege in einer großen Kapsel mitten im Weltraum. Hier bin ich sicher, vor der zerstörten Welt unter mir. Allerdings wäre ich lieber tot als sicher. Ich würde viel lieber für das Büßen, für das ich selbst verantwortlich bin. In der Kapsel riecht es nach Plastik. Keine einzige Pflanze befindet sich hier drin. Keine Vögel singen. Ich kann nicht viel denken, weil die stickige Luft mein Gehirn vernebelt. Es gibt ein kleines Fenster in meiner Kapsel. Ich habe Angst davor, weil es mir den Blick auf die Welt ermöglicht. Jedoch zwinge ich mich hinaus zu sehen, auf das, was einmal mein zu Hause war. Ich schäme mich sehr. Ich wollte nicht zu der Generation gehören, die es zu Ende bringt. Ich wollte nicht das Ende sein. Ich wollte nicht das zerstören, was die Menschen vor mir und die Natur aufgebaut hatten. Aber nun ist es zu spät und ich kann nichts weiter tun, als mich selbst zu hassen.