Lass uns so tun als ob Morgen
Weltuntergang wäre
"Lass uns so tun als ob morgen Weltuntergang wäre." Gestern
habe ich das an diese dreckige Hauswand gesprüht sehen.
Jetzt sitze ich hier, genau 15 Stunden, 38 Minuten, 56, nein 57
Sekunden später und höre anstatt dem Lehrer, der alles zu
dem Verwesungszustand der Leichenstarre erklärt, mir selber
zu. "Was wäre wenn morgen Weltuntergang wäre?" Ich weiß
es nicht, ich könnte niemals alleine in der Wildnis überleben.
Okay, von vorne. Was für ein Weltuntergang? Alien-, Zombie-
oder eine Roboterinvasion? Naturkatastrophen? Ein
Virusausbruch. Ich denke ich würde mir eine kleine Gruppe,
nicht infizierter zusammensuchen und dann durch die Wälder
schlagen. Wichtig wäre ein kleines Kind, das alle glücklich
macht und dann stirbt, einen nerdigen, Hochbegabten, einen
weisen Mann, einen Karatekämpfer und mich die Nichts
Könnerin."
Anforderungen
1.
Hör auf zu schwätzen!
2.
Mach deine Hausaufgaben!
3.
Das ist bis morgen zu machen!
4.
Wann habe ich das gesagt?
5.
Streng dich doch mal an!
6.
Sei doch vernünftig!
7.
Kannst du nicht einfach mal auf mich hören?
8.
Der Fisch versuchte flussaufwärts zu schwimmen.
9.
Sei normal!
10.
Hör auf mich!
11.
Nie machst du das, was ich dir sage!
12.
Die Tomatensoße muss gut verteilt sein.
13.
Alles dreht sich.
14.
Komm mal runter!
15.
Sei leise!
16.
1,2,3!
17.
Lass den Scheiß!
18.
Antworte mir!
19.
Leck mich am Arsch!
20.
Der Teig sollte nicht verbrannt sein
21.
Schön, dass du da bist.
22.
Komm mal runter!
23.
Sei normal!
24.
Sei leise!
25.
Mach deine Hausaufgaben!
26.
Lerne jetzt!
27.
Gehe in dein Zimmer!
28.
Mach deine Hausaufgaben!
29.
Sei normal!
30.
Du bist immer für mich da!
31.
Das muss jetzt schnell passieren!
32.
Mach besser mit!
33.
Sei normal!
34.
Schlampe!
35.
Antworte mir!
36.
Mir ist schlecht.
37.
Gerne mehr!
38.
Sei normal!
39.
Sei gut in der Schule!
40.
Alles dreht sich
41.
Lerne mehr!
42.
Helfe mir mal!
43.
Sei normal!
44.
Gehe in dein Zimmer!
45.
Ich bin über den regenbogenfarbigen Ozean geflogen!
46.
Räume deine Klamotten weg!
47.
Du musst unbedingt deine Schränke ausmisten!
48.
Putz den Boden!
49.
Mach deine Hausaufgaben!
50.
Ich bin im Himmel geschwommen.
51.
Wie oft soll ich dir das noch sagen?!
52.
Die Gerade h ist parallel zur Geraden g.
53.
Sei normal!
54.
Nie machst du das, was ich dir sage!
55.
Verhalte dich nicht immer so kindisch!
56.
Werde mal erwachsen!
57.
Der Teig sollte nicht verbrannt sein
58.
Benimm dich anständig!
59.
Streng dich doch mal an!
60.
5 hoch 2 ist gleich 25
61.
Helf mir mal bitte!
62.
Die Spülmaschine ist leer!
63.
Geschmolzener Käse muss sein!
64.
Häng die Wäsche auf!
65.
Putz den Boden!
66.
Saug die Wohnung!
67.
Ich bin nicht besoffen.
68.
Geh mal mit dem Hund raus!
69.
Alles dreht sich.
70.
Bring den Müll raus!
71.
Jetzt wenden wir die Polynomdivision an
72.
Lese deinem kleinen Bruder etwas vor!
73.
Hab Respekt!
74.
Halt die Fresse!
75.
Sei normal!
Ich will Fußabdrücke auf der Welt
hinterlassen
Ich möchte, dass man sich an mich erinnert. Ich möchte Dinge
tun, verrückte Dinge, die ich am Ende vielleicht sogar bereue,
aber wenigstens war es meine Entscheidung. Und meine Fehler.
Ich weiß am besten, was gut für mich ist. Ich möchte, dass
man sich an mich erinnert, als die, die einen 7 Meter Sprung
überlebt hat und als die, die Angst vor absolut nichts hatte. Ich
habe Angst, dass Menschen mich vergessen, sobald ich tot bin.
Das ich vergesse, was ich wollte, was meine Wünsche waren.
Wieso verschiebe ich alles auf morgen, obwohl ich ganz genau
weiß, dass ich mich morgen eh nicht traue. Wieso nicht einfach
mal schreien „Los“ und springen? Wieso nicht einfach mal
schreien „Jetzt“ und laufen, obwohl man nicht weiß, wo man
am Ende ankommt.
Ich bin glücklich
Ich habe Freunde.
Ich habe Familie.
Ich bin gut in der Schule.
Ich habe genug Geld.
-STOP-
Ich bin traurig.
Ich bin unglücklich verliebt.
Ich verstehe die Welt nicht.
Manchmal fühle ich mich verlassen.
Ich habe Familie, doch meine Oma ist krank.
Mein Opa ist tot.
Meine Eltern haben wenig Zeit.
Die Schule nimmt mir viel Zeit weg.
Was bin ich?-Ich bin hoffnungsvoll.
Ich lächle. Ich bin glücklich
Ich lächle. Ich bin glücklich. Zumindest glauben das alle und
ich kann es ihnen nicht verübeln. Wenn ich mich von außen
sehen würde, würde ich mir auch glauben.
Doch ich sehe mich nicht, ich fühle nur das was ich fühle und
das ist alles andere als glücklich. Aber sie können ja nicht in
mein inneres schauen und darüber bin ich glücklich und traurig
zu gleich. Sie reden über mich, sie lachen über mich, sie
schlagen mich, wenn ich alleine bin. Und ich? Ich lächle! Auch
wenn ich innerlich heule! Warum lächle ich wenn ich
geschlagen werde, weil wenn ich einmal aufhöre zu lächeln,
alles zusammenbricht. Meine Mauer. Meine Emotionen. Ich,
Deswegen lächle ich.
Ich binglücklich.
theater et zetera
+49 1733090939
Aktuelle Partner
auf Instagram
theater-etzetera@t-online.de
Bis dann muss ich … machen!!
Bis ich 14 bin muss ich jemanden geküsst haben, bis 15
brauche ich einen Freund und mit 16, SPÄTESTENS (!!) muss
ich Sex gehabt haben, bis 17 muss ich in einem Club gewesen
sein und mit 18 brauche ich ein Auto, ein gutes Abitur und
einen neuen Freund. Bis 19 will ich ausgezogen sein, ich
BRAUCHE eine große Wohnung und die sollte am besten auch
bis mindestens einen Monat nach meinem Umzug KOMPLETT
eingerichtet sein. Bis 20 muss ich einen Studienplatz haben
und natürlich auch ein funktionierendes Studium. Bis 21 will
ich einmal um die Welt gereist sein und bis 22 will ich mich
jung und erfolgreich nennen können. Bis 24 MUSS ich verlobt
sein, und bis spätestens 25 natürlich dann auch verheiratet,
mit allem Drum und Dran, Kleid, Traumprinz, traumhaften
Schloss usw. Man kennt das ja. Bis 26 will ich schwanger sein,
mein erstes Kind soll ein Junge werden, das zweite ein
Mädchen und vielleicht kommt dann noch ein drittes aber das
muss natürlich alles bis 30 passieren weil ich ja keine alte
Mutter werden möchte. Bis ich 35 bin will ich mit meiner
Familie in einem großen Haus leben, unserem EIGENEN, wir
müssen tolle Urlaube machen und natürlich will ich auch
langsam wieder anfangen zu arbeiten weil ich mit 40 wieder
erfolgreich arbeiten will. Mit 45 will ich mich dann eine
erfolgreiche berufstätige Mutter nennen können. Mit 50 will
ich...und dann irgendwann, ja dann kann ich machen was ich
will, aber auch nur
bis ich 99 bin. Weil älter als 99 will ich einfach nicht werden.
Klippen
ich atme tief ein und wieder aus
ich spür die Kälte in der Luft
Warum mache ich das hier?
Und ich spüre den Wind durch meine Haare wehen
es riecht salzig, frisch meine Augen sind geschlossen, es fällt
mir schwer sie zu öffnen, in die Tiefe zu blicken Plötzlich wird
meine rechte Hand von etwas weichen, warmen berührtich
öffne die Augen und schau nach rechts ein Gefühl überkommt
mich ein Gefühl von Sicherheit, Liebe und Glück ich hab Glück
nicht alleine hier oben am Felsrand zu stehen. Der Mond
spiegelt sich glitzernd auf dem Ozean nur diesen Moment eine
Erinnerung, die ich niemals vergessen werde.
Auf drei
mein Herz fängt an zu rasen, die Hand drückt fester an meine
und ich bekomme auf einmal nur noch ganz schwer Luft ein
Schock, es ist so kalt
ich bjn nicht allein keine Angst das nächste Abenteuer wartet
schon!
Let’s make the most of the night !
Niemand wählt mich aus
Niemand wählt mich aus. Niemand entscheidet sich bewusst
und spontan nur für mich. Ich bin immer die, die am Ende
verliert. Niemand ruft ganz spontan aus dem Bauch heraus
meinen Namen, bei der Frage, wen er liebt. Ich habe immer
nur Pech, ich gewinne nie und verliere alles. Ja ich lebe nur so
vor mich hin. Für niemanden bin ich die Nummer 1 oder der
Grund, warum er lebt. Ich werde geliebt, aber nie bin ich die
erste Wahl. Und es hört sich so leicht an. Du musst dein Leben
selbst in die Hand nehmen und nicht darauf warten, dass ein
anderer es für dich tut. Aber wie soll ich das tun, wenn mein
Leben kein Sinn hat? Und ja ich weiß, dass es falsch ist zu
sagen, dass ich erst glücklich bin, wenn ich der Sinn des
Lebens für einen anderen Menschen bin. Aber so ist es! Und
somit bleibe ich einfach hängen in einer ewigen Schwebe,
befreit werde ich nur von jemandem, der die Kraft hatte, sich
aus seiner Schwebe zu befreien. Darauf warte ich, vielleicht
eine Ewigkeit lang.